Ratgeber Gefrierschrank, Tiefkühltruhe
Soll das alte Gerät ersetzt werden? Die Ersatz-Faustregel lautet:
Gefriertruhe / Kühltruhe oder Gefrierschrank / Tiefkühlschrank
Die Energieklasse: Richtig gewählt, maximal gespart
No-Frost-Technik Keine unerwünschte Eisbildung, nie mehr Abtauen
Die Gefrierleistung / Gefriervermögen
Supergefrieren, Schockgefrieren, Schnellgefrieren
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Der Entscheid einen neuen Tiefkühlschrank, (Gefrierschrank) oder eine Kühltruhe bzw. Tiefkühltruhe anzuschaffen wird meist erst dann gefällt wenn der „alte“ defekt ist.
Dabei lohnt es sich das Gerät welches schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat sofort zu ersetzten.
Grund: Die Energiekosten. Neue Geräte verbrauchen bis zu 50 % weniger Strom dank besserer Isolation und No-Frost-Technik.
Wer also die Energiekosten senken will kommt nicht darum herum sich Gedanken zu machen das bestehende Gerät zu ersetzen.
Soll das alte Gerät ersetzt werden? Die Ersatz-Faustregel lautet:
- 5-6 jähriges Gerät ersetzen, falls die Reparaturkosten 20-30% des Neupreises entsprechen
- 7-8 jähriges Gerät ersetzen, falls die Reparaturkosten 10-20% des Neupreises entsprechen
- Geräte mit Energieklasse B oder tiefer auf jeden Fall durch ein Gerät mit Energieklasse A+ oder A++ ersetzen.
Aber welcher soll es sein, worauf muss man beim Kauf achten?
Viele Tipps finden Sie hier in unserem Ratgeber.
Die richtige Grösse
Die Größe des Tiefkühlgerätes hängt von der Größe und Art des Haushaltes ab. Der Nutzinhalt eines durchschnittlichen Haushaltes liegt in der Regel bei 50 bis 80
Litern/ Person. Handelt es sich um einen ländlichen Haushalt, um Jäger, Fischer oder Hobbygärtner, dann sollte man von einem Nutzvolumen von zirka 100 Litern pro Person ausgehen.
Für eine vierköpfige Familie, welche in der Stadt wohnt, reicht in der Regel ein Gerät mit einem Volumen von 200 bis 300 Litern aus.
Die gleiche Familie, aber auf dem Land lebend und dazu noch als Hobbygärtner, benötigt einen Nutzinhalt von 300 bis 400 Liter oder mehr.
Gefriertruhe / Kühltruhe oder Gefrierschrank / Tiefkühlschrank
Ein Tiefkühlschrank hat den Vorteil, dass er sehr wenig Platz braucht und je
nach Größe auch in andere Küchenmöbel integriert werden kann. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Übersicht über das Gefriergut durch Schubladen.
Ist genügen
d Platz vorhanden lohnt sich der Kauf einer Gefriertruhe immer, auch wenn es sich um einen kleineren Haushalt handelt. Die Anschaffung d
ieser Gefriergeräte ist in der Regel kostengünstiger und gleichzeitig verbrauchen Tiefkühltruhen zirka 25% weniger Strom als Schränke
. Hinzu kommt, dass der Kälteverlust bei Öffnung des Gerätes im Gegensatz zu einem Gefrierschrank sehr minimal ist. Die einzigen Nachteile sind der Platzbedarf und die besonders für kleinere Personen schwierigere Beladbarkeit.
Legen Sie speziell Wert auf Schweizer Produktion und Qualität sowie ökologisch optimale Transportwege? Dann erkundigen Sie sich, wo das Gerät produziert wird.
Der Energieverbrauch: Sparen ist angesagt !
Ein Tiefkühlgerät arbeitet 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
Deshalb sollte man besonders bei Kühlgeräten auf den Energieverbrauch achten.
Wie hoch der Stromverbrauch ist, lässt sich am Energie-Label erkennen.
Hier wird - wie bei anderen Großgeräten für den Haushalt auch – die Energieeffizienz durch Buchstaben gekennzeichnet.
Die Energieklasse: Richtig gewählt, maximal gespart!
Das Energie-Label für Kühlgeräte ist etwas verwirrend, denn obwohl es Geräte der
Klassen C bis G gar nicht gibt, werden die Klassen noch gelistet. Auch Kühlgeräte der Klasse B sind äußerst selten geworden. Alles spielt sich in der Kasse A ab, aber die Verbräuche der Geräte haben sich seit der Einführung des Energie-Labels so sehr verringert, dass diese Klasse unterteilt werden musste. Nun unterscheidet man zwischen A, A+ und A++. Die Klasse A ist auf dem Label grün gekennzeichnet, aber wirklich Strom sparend ist A (ohne + oder ++) nicht. Wer sich für ein Gerät der Klasse A+ entscheidet, kann 25 Prozent Energie sparen, Geräte der Klasse A++ verbrauchen sogar nur in etwa halb so viel wie ein Gerät der Energieeffizienzklasse A.
Achten Sie beim Kauf auf die Energieklasse A+ / A++, welche den tiefsten Energieverbrauch garantiert. Ihr Verkäufer weiss auch, ob Sie von Ihrem Elektrizitätswerk eine Vergütung an den Kaufpreis erwarten können!
No-Frost-Technik: Nie mehr Abtauen!
Durch die der No-Frost-Technik wird die Luftfeuchtigkeit im Gefrierraum reduziert. Daher kann sich kein Reif bilden und das Gerät muss nie abgetaut werden. Ein Nachteil dieser Technik ist ein höherer Stromverbrauch. Dies relativiert sich jedoch, da eine Energieverschwendung durch Eisbildung und die Abtauvorgänge vermieden wird.
Die Kühllamellen bei No-Frost-Geräten liegen in einem abgetrennten Bereich. Ein Ventilator bläst die kalte Luft in den Gefrierraum. Da die kalte Luft die Feuchtigkeit weniger gut halten kann schlägt sich diese als Reif vornehmlich an den Kühllamellen nieder. In regelmässigen Intervallen taut eine Heizung die Kühllamellen ab und das geschmolzene Eis wird durch die Abwärme des Kompressors verdunstet. Da der Ventilator in der Abtauphase nicht läuft bleibt der Gefrierraum weiterhin gekühlt.
Die Gefrierleistung / Gefriervermögen
Die Gefrierleistung des Gefrierschranks ist eine sehr wichtige Kennzahl. Sie gibt an wie viel frisches, nicht tiefgekühltes Gefriergut innerhalb 24 Stunden auf die Temperatur von -18° C gekühlt werden kann.
Supergefrieren, Schockgefrieren, Schnellgefrieren
Üblicherweise sind Gefriergeräte mit einem Super- oder Schnellgefrierschalter ausgerüstet. Dadurch wird die Kältemaschine auf Dauerlauf geschaltet um den für den Gefriervorgang erhöhten Kältebedarf zu decken. Der Schnellgefrierschalter soll 3-4 Stunden vor dem Einlegen frischen Gefriergutes betätigt werden und bleibt während des gesamten Einfriervorgangs eingeschaltet.
Der Nachteil dieser Einrichtung ist, dass nicht selten vergessen wird, den Superfrostschalter wieder zurückzustellen – ein höher Energiebedarf ist die Folge und auch ein Defekt am Gerät ist nicht auszuschließen. Deshalb sind Geräte sinnvoll die ausgerüstet sind mit einer : Einfrierautomatik oder Frosterautomatik
Einfrierautomatik oder Frosterautomatik
Die eingebaute Elektronik registriert über den Fühler die höhere Temperatur wenn frisches Gefriergut eingelegt wird und schaltet automatisch auf Dauerlauf. Ist das Gut bis zum Kern durchgefroren, stellt die Elektronik den normalen Betrieb für die Lagerung wieder her.
Lagerdauer bei Störung oder Stromausfall
Diese Eigenschaft hängt alleine von der Isolation des Gerätes ab.
Ein gut isolierter Gefrierschrank verbraucht weniger Energie und verlängert die Lagerdauer bei Störung oder Stromausfall.
Gut isolierte Tiefkühlgeräte können das Gefriergut während mehr als 24 Stunden ohne Einbusse der Qualität lagern.
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